Was nicht in der Zeitung stand

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Ich berichte in Zukunft zusätzlich zu den Artikeln, die Sie/ Ihr in der Zeitung lesen könnt, was aus den Gemeinderatssitzungen interessant war,- aber nur das, was also so nicht in der Zeitung stand!

VKA vom 22.1. 2013:

Ich habe 2 Punkte in die Beratung des VKA eingebracht, die auch für die Öffentlichkeit wichtig sind:
1. Der Betrug mit den Kleidercontainern,
der um die Weihnachtszeit die Stadt Stuttgart betraf, findet wohl auch in der Gemeinde Winterbach statt! Die Verwaltung will illegale Kleidercontainer nun einsammeln und verschrotten.
Solche Container erkannt man an fehlender Kennzeichnung oder an Phantasienamen. Es wurde versprochen, die Bevölkerung im Amtsblatt aufzufordern, solche Container zu melden.
Altkleider besser direkt an die Diakonie Stetten oder an da Rote Kreuz Schorndorf spenden! Man riskiert sonst, dass gespendete Kleider von Geschäftemachern nach Afrika verkauft werden und dort die heimischen Textilmärkte zerstören!

2. Neues Notfallzentrum in Schorndorf:
Die Verwaltung möge sich dafür einsetzen, dass Winterbacher Bürger nach der Neuordnung der Notfallzentren im Rems- Murr Kreis in Zukunft nach Schorndorf, statt nach Waiblingen fahren dürfen. Die Verwaltung sagte dies zu. Ich werde demnächst nachfragen.

Gemeinderat vom 5.2. 2013:
1. Freibad:
Nach der teuren (und überfälligen) Modernisierung des Freibads werden die Preise, z.T. kräftig erhöht. Damit nicht die Falschen, nämlich die sowieso Benachteiligten, dafür zahlen müssen, setzte sich die Mehrheit des Gemeinderats für einen Sozialfond ein, der ähnlich wie die finanziellen Hilfen des Bundes und des Landes, auf dem Rathaus nachgefragt werden muss (,- was man ja gleich bei der Bestellung einer Dauerkarte tun kann!). Dies ist ja einfach – und bringt ggfs. ganz unbürokratisch die Hälfte der Kosten einer Dauerkarte, also z.B. €20,- statt €40,-!
Die CDU- Fraktion (und Teile der Freien Wähler) kämpften dagegen für eine geringfügige Senkung der Preise an der Eintrittskasse für „Berechtigte“: Aber wie soll das eine Alleinerziehende an der Freibadkasse nachweisen? In der Zeitung entstand allerdings der Eindruck, dass nur die CDU für die Benachteiligten kämpft. Aber: 5,- € Ersparnis statt 20,00?
3. Winterbacher Bahnhof:
Eine staatliche Bedingung für die Genehmigung eines Altenheims ist die leichte Erreichbarkeit von ÖPNV! Ich forderte die AWo- Vertreter, die in den Gemeinderat kamen, um ihr (gesetzlich gefordertes) Modernisierungskonzept vorzustellen, auf, sich dabei auch bei der DB für die Modernisierung des Winterbacher Bahnhofs direkt vor ihrer Haustür einzusetzen.
Dieser kann von den Rollstuhlfahrern des AWo- Heimes für ihre Ausflüge in die Umgebung nämlich nicht genutzt werden(, weil die Bahnsteige für den Einstieg in die Bahn zu niedrig sind)!
Wie ich als Mitglied eines Stettener Initiativkreises in einer spektakulären Aktion am 11. Januar nachweisen konnte, rechnet die DB gar nicht damit, dass alle Rollstuhlfahrer und die anderen Gehbehinderten ihr Recht auf ÖPNV wahrnehmen. Dann würde nämlich keine S Bahn mehr pünktlich fahren können!
Wenn die DB nicht von den Verbänden als Interessensvertreter ihrer behinderten KlientInnen dazu gedrängt wird, wird sie in ihrer gemächlichen Art der Modernisierung einfach so weiter machen! (Das Geld dafür wird ja schließlich für Herrn Grubes Planungsfehler bei S21 gebraucht!) Auch der neue Stuttgarter Hbf. hat noch keine genehmigungsfähigen Evakuierungspläne für Gehbehinderte!

Gemeinderat Hermann Kolbe
14.2.2013

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