„Barrierefreiheit für den Rems-Murr Kreis!“

von

Im Frühsommer 2011 haben wir Winterbacher BürgerInnen mit Behinderungen in die Kelter eingeladen. Die Inklusion behinderter Menschen lag und liegt uns am Herzen und haben wir vor der letzten Gemeinderats- Wahl versprochen.

Hauptfrage:

Was kann die Gemeinde angesichts der bevorstehenden Ortskernsanierung für diesen Personenkreis tun, um sich inklusiv fühlen zu können?

Aus Anregungen an diesem Abend entstand über mehrere Umwege der „Initiativkreis“ der Diakonie Stetten (DS) mit dem Ziel, Barrierefreiheit im ganzen RMK herzustellen. Die einzige Beschwerde zu dieser Zeit betraf nämlich die Unmöglichkeit, die S- Bahn ab Winterbach benutzen zu können.

(Inzwischen haben grüne Mitglieder zusammen mit Betroffenen und der Agendagruppe einen Film über konkrete Behinderungen im Ort va durch hohe Randsteine und unsichere Strassenübergänge gedreht; ich habe diesen Herrn Bm Ulrich übergeben.)

Im Initiativkreis arbeiten neben BewohnerInnen der DS auch K21 Mitglieder aus Kernen und Weinstadt sowie „Rollmops“ Simon Maier vom Kreisjugendring mit. In seinem Rahmen kam es am 11.1.2013 zu einer denkwürdigen Fahrt von Grunbach nach Schorndorf mit (nur) 2 RollstuhlfahrerInnen und 2 sehbehinderten Menschen. Denkwürdig deshalb, weil wir in Schorndorf bereits 4 Minuten Verspätung hatten,- nur weil wir in jeder der 4 Stationen aus- und wieder einstiegen!

Das bedeutet für die Deutsche Bahn nichts weniger, als dass ihr S2 – Fahrplan nicht aufrechterhalten werden kann, wenn die 40% aller als mobilitätseingeschränkt geltenden BürgerInnen ihr Beförderungsrecht eines Tages wahrnehmen würden!

Wir fragen: Was wird aus dem Bekenntnis zur „Inklusion“, liebe DB? Was für S21? Die interkommunale Gartenschau 2019 im Remstal muss auch „erfahren“ werden können!

Hermann Kolbe

Grüner Gemeinderat

20.1.2013

Zurück