Wie wollen oder werden wir in Zukunft wohnen?

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Wie wollen oder werden wir in Zukunft wohnen

All diese Prämissen diskutierten die Experte unter der souveränen Leitung von Petra Häffner und beleuchteten dabei viele Szenarien wie man hier sinnvoll, schnell und nachhaltig Abhilfe schaffen kann.

Eine sicher notwenige Maßnahme für alle Bauträger und Kommunen ist dabei die Innstadtverdichtung in allen Bereichen, auf noch vorhandene Lücken und Möglichkeiten abzuklopfen. Aber auch hier kann man nicht unbegrenzt versiegeln, denn gerade in Zeiten zunehmender Temperaturen muss man auch in der Innenstadt für ausreichende Begrünung sorgen. Die Möglichkeiten auf der sog. „grünen Wiese“ neue Häuser und Wohnungen zu bauen, wie sie derzeit in der Politik diskutiert werden, sind gerade im Remstal sehr begrenzt und kollidieren in vielen Bereichen stark mit dem Naturschutz. Wo und wie also neuen Wohnraum schaffen wenn zugleich noch der individuelle Bedarf an Wohnraum von dereinst
5 qm – nach dem II. Weltkrieg – auf heute prognostizierte 50 qm steigt?

Müssen wir alle mehr zusammenrücken? Muss man härter und konsequenter gegen Leerstände vorgehen? Kann man ältere alleinstehende Menschen in großen Häusern oder Wohnungen davon überzeugen, dass sie z.B. in Mehrgenerationenhäuser umziehen. Helfen Holz-Sandwichbauten, schneller zu Wohnraum zu kommen, muss man wieder darüber nachdenken mehr in die Höhe zu bauen. Ist Holz überhaupt der Baurohstoff der Zukunft? Viele Fragen die auch von den einbezogenen Besuchern der Veranstaltung intensiv diskutiert wurde.
Fazit: Man muss alles probieren, alles versuchen und auch über die Bauvorschriften im Detail reden um hier Hemmschwellen für eine schnellere Bauoption zu erreichen. Die öffentliche Hand alleine wird nicht in der Lage sein den Jahrzehntelang versäumten und vernachlässigten Sozialwohnungsbau zu stemmen. Hier müssen von der Politik (Bund und Land) Anreize geschaffen werden, damit sich  ein Engagement von privaten Investoren auch wirtschaftlich lohnt.

Das wird Geld kosten, aber wenn jetzt nicht gehandelt wird, dann werden sich soziale Spannungen verschärfen und radikale politische Strömungen gestärkt werden, die keine Lösungen aber viel Spaltung in die Gesellschaft tragen werden. Deshalb, so die gemeinsame Position des Podiums, müssen alle politisch Verantwortlichen  schnell und aktiv handeln, damit alle Menschen bei uns im Rems-Murr Kreis ihr Existenzrecht auf bezahlbaren Wohnraum auch verwirklichen können!

 

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