Regionaldelegiertenkonferenz

von

Regionaldelegiertenkonferenz B'90 DIE GRÜNEN

Die Metropolregion Stuttgart hat 5,4 Millionen Einwohner. Nur 600 000 davon leben in Stuttgart, aber Hunderttausende müssen täglich zur Arbeit in das Zentrum oder die nähere Umgebung pendeln. Alleine über die A8 fahren täglich dazu 140 000 Autos. 70 bis 80 % all  dieser mobilen Bewegungen werden heute immer noch.- meist von allein besetzten – PKW’s durchgeführt. Einer der Hauptgründe für das Feinstaubproblem im Kessel der Stadt Stuttgart.

Deshalb hat die Delegiertenkonferenz – sowie es auch die prominenten Impulsgeber andiskutierten - in einem Antrag eine drastische Verkehrswende gefordert. Die Region braucht eine umweltfreundliche neue Mobilitätsstrategie auf allen Feldern. Die Zeiten einer nur auf das Auto ausgerichteten Stadt und Region sind vorbei. Wir brauchen eine Verkehrswende, einen massiven Ausbau des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV), von Busexpresslinien, über Elektromobilität, Schnellfahrwegen für Fahrräder bis hin zu preislich und taktmäßig attraktiven S- und Regionalbahnen mit entsprechenden Schienensträngen und Tangenten in der Region.

Die Illusion einiger Politiker mit der sog. Nord-Ostspange über das Schmidener Feld die alleinige Lösung für alle Probleme zu sehen erteilte die Regionalkonferenz mit einer Resolution eine klare Absage. Nicht geplante Straßen, Brücken und Tunnel in einer dichtest besiedelten Region bräuchten für eine Realisierung mind. 20 Jahre! So lange können die Lungen der Bürgerinnen und Bürger nicht mehr auf bessere Atemluft warten, ganz zu schweigen davon, dass neue Straßen immer auch neuen Verkehr produzieren.

Ein ähnliches Problem stellt die Wohnraumsituation in der Region und ganz besonders im Großraum Stuttgart dar. Oberbürgermeister Kuhn machte deutlich, dass die Stadt Stuttgart derzeit kaum bebaubaren Wohnraum zur Verfügung hat. Stuttgart hat ein Natur/Bebauungsverhältnis von  heute 50 /50 was angesichts der Kessellage für die Luft der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt auch nicht verändert werden darf. Derzeit einzige reale Option auf eine relevante Baufläche resultiert – ob man es war haben will oder nicht – aus dem umstrittenen S-21 Projekt mit einer Option auf 85 Hektar Baufläche. In Stuttgart fehlen zurzeit 50 000 Wohnungen, in der Region dürften es über 100 000 sein. Auch hier kann es  eine Lösung nur in enger Kooperation, zwischen  den Kreisen in der Region und der Stadt Stuttgart geben. Deshalb plädierte auch hier die Konferenz in einem Antrag, für eine sofortige Initiative für mehr bezahlbaren, klimafreundlichen, nachhaltigen Wohnraum, vor allem auch im sozialen Wohnungsbau, durch eine gemeinsame Anstrengung, aller öffentlicher Akteure beim Wohnungsbau. Es war ein Kardinalfehler in der Vergangenheit alleine auf die Kräfte des Wohnungsmarktes zu vertrauen.
Für den Kreisverband Rems-Murr waren Iris Förster (Waiblingen), Ulrike Sturm (Backnang), Brigitte Seiz (Fellbach), Clemens Schlink und Rolf Schmidt (Winterbach) als Delegierte bei der Regionalkonferenz.

Alle Anträge sind auf die Website des Kreisverbandes eingestellt. www.gruene-rems-murr.de

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