MDL Petra Häffner berichtet über Burundi

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Die Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Schorndorf, Petra Häffner (BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN) war zu Gast beim Ortsverband der GRÜNEN in Winterbach und berichtete über die Partnerschaft von Baden-Württemberg mit dem afrikanischen Staat Burundi.
Petra Häffner war in diesem Jahr bereits zwei Mal in Burundi und wurde unter anderem von knapp 1000 Frauen der einheimischen Bevölkerung begeistert und liebevoll begrüßt.

Bei dem gut besuchten Vortrag zeigte Petra Häffner – unterstützt durch zahlreiche Bilder – die Situation der Menschen in einem der kleinsten Staaten Afrikas und dem ärmsten Land der Welt. Burundi hat ca.10 Millionen Einwohner, davon gehören 85% zur Volksgruppe der Hutu und ca. 14% zu den Tutsi. Die restliche Bevölkerung besteht überwiegend aus Twa (Pygmäen). Ungefähr 70% der Bevölkerung sind Christen, 10-15% Muslime, die übrigen Anhänger afrikanischer Religionen. Trotz einer turbulenten Geschichte und heftigen Auseinandersetzungen zwischen Hutu und Tutsi, denen allein in den 70er Jahren bis zu 300000 Hutu zum Opfer gefallen sein sollen, leben die verschiedenen ethnischen Gruppen – entgegen den gängigen Vorstellungen – heute wieder verhältnismäßig friedlich zusammen. Die Muttersprache in Burundi ist Rundi, die Amtssprachen sind Kirundi und Französisch.
Selbst in der Hauptstadt Bujumbura mit geschätzten 800 000 Einwohnern – so berichtete Petra Häffner – haben lediglich 10%  der Bevölkerung elektrischen Strom in ihren Wohnungen.
Burundi hat nur sehr wenige Exportartikel wie Bananen, Maniok, Mais, Süßkartoffeln und Hirse. Es gibt kaum Bodenschätze. Der nahezu einzige wertvolle Exportartikel (Anteil 78 %) ist Kaffee. Burundis Waldfläche weist weltweit den größten prozentualen Rückgang auf minus 9 % in den letzten Jahrzehnten auf.
Begeistert erzählte Petra Häffner von der aktiven Arbeit eines katholischen Paters und Missionars, der nun seit ca. 25 Jahren – als gebürtiger Ulmer – in Burundi lebt und überaus engagiert ist. Er begleitete Petra Häffner bei ihren Reisen in mehrere Provinzen. Reisen war immer nur bei Tage möglich, denn es gibt in Burundi nur sehr vereinzelt Hauptstraßen, die in die angrenzenden Nachbarländer führen. Die meisten Straßen sind nicht geteert, alle auch in den Städten unbeleuchtet und nachts so gut wie unbefahrbar. Die Nacht beginnt ohne Dämmerung um 18 Uhr und es ist sofort stockfinster.

Sehr aufschlussreich für die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse war auch der Bericht von Petra Häffner über den Empfang einer baden-württembergischen Delegation – darunter Minister Friedrich – beim Präsidenten.

Der 1. Sprecher des Ortsverbandes Hans-Joachim Aderhold bedankte sich am Ende der Veranstaltung recht herzlich bei Petra Häffner für den spannenden und interessanten Einblick in dieses afrikanische Land und überreichte ihr, als kleines Dankeschön, eine Flasche Winterbacher Wein.

 

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